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Sammlung
Die INTEF-Produktsammlung
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Ausstellung



Horst Haack
Franz Mon
Jörg Schmitz
Johannes Strugalla

20. November 2011 bis 19. Februar 2012
Schrift und Bild stehen im Schaffen
der vier Künstler im Vordergrund.


Der aus Neubrandenburg stammende
Horst Haack (Jahrgang 1940) schöpft aus der unendlichen Informationsquelle sämtlicher Medienprodukte. Der eigenwillige Schrift-Bild-Kosmos des in Darmstadt und Paris arbeitenden Künstlers lebt aus einer ästhetischen Kombination von Presseartikeln, literarischen und wissenschaftlichen Texten mit vorgefundenem Bildmaterial. Seit nunmehr dreißig Jahren verarbeitet Horst Haack Tag für Tag Texte wie Bilder zu imposanten Neuschöpfungen in seiner »Chronographie Terrestre«, die ein komplexes Lebenswerk darstellt.

Die Wörter beim Wort nehmen, ihnen aufs
Maul schauen, ihnen den gewohnten Boden
der Gewohnheit entziehen – das ist eine konstante Absicht in der Arbeit von
Franz Mon, eines der wichtigsten Autoren konkreter und visueller Poesie im deutschen Sprachraum. Der 1926 in Frankfurt am Main Geborene nutzt die Varianten der Typografie,
um das Augenmerk auf die Buchstaben an
sich zu lenken. Seine Texte erscheinen häufig extrem reduziert, was deutlich wird, wenn man sich sein Postulat zu eigen macht:
»es kommt nicht auf die menge der inhalte an, sondern auf das verhältnis von zeichenaufwand und realisierbaren beziehungen«.

Die bildliche Qualität von Schrift untersucht der
in Frankfurt lebende Designer und Künstler
Jörg Schmitz (geboren 1969 in Hannover, Schüler Franz Mons) in Serien wie den »Typoscripturen« oder in kalligraphisch anmutenden Handschriften. Manipulierte Typographie einerseits und flüchtigen Notizen ähnelnde Wortbilder andererseits erschliessen ungewöhnliche Gestaltungsspielräume und ermöglichen eigene Assoziationen des Betrachters.

Auch der in Mainz und Paris ansässige
Johannes Strugalla ist weithin als Buchkünstler und Typograph, sowie im Bereich der Druckgraphik und Zeichnung bekannt. Der 1943 in Lüben (Schlesien) Geborene interpretiert sinnliche wie abstrakte Gedichte zumeist zeitgenössischer Autoren zu faszinierenden Schriftbildern mit eigentümlicher Stofflichkeit und Tiefe. Johannes Strugalla überträgt in seinen typografischen Inszenierungen der oft mehrsprachigen Texte Sprachlaute ins Visuelle. Er macht vielschichtige Wahrnehmungs- und Bewusstseinsvorgänge sichtbar, die in neuen Dimensionen erscheinen.

Mit Schrift
Typo Bild Text Buch

Die Ausstellung dauert vom
20. November 2011 bis 19. Februar 2012.

Öffnungszeiten:
dienstags bis samstags von 11 bis 18 Uhr,
sonntags von 11 bis 13 Uhr
oder nach Vereinbarung.
Darmstädter Musikgespräch
Musik und Verpackung
Mittwoch, 8. Februar 2012, 20:00 Uhr
Musik ist ästhetisches Statement und Genuss, und dennoch ist sie zugleich immer auch eine Ware gewesen. Dieses Thema greift das »musikalische Quartett« im Rahmen der Darmstädter Musikgespräche auf. Im lebendigen Diskurs miteinander geht es dabei etwa um den Warencharakter von Musik, aber auch um deren tatsächliche Verpackung, beispielsweise als LP oder CD. Es geht um Musik, die als Hintergrund schon mal selbst zur Verpackung werden kann. Es geht um Labels, die der Musik gern aufgepfropft werden. Es geht um kulturelle Profile von Rundfunksendern, um die Rechthaberei ideologischer Musikfundamentalisten, um die Macht von Wort und Bild. Und es geht um die Auswirkungen, die all die verschiedenen Vorstellungen von »Verpackung« auf die Musik selbst haben, die sich ihres Zwitterstatus’ zwischen Kunst und Ware ja durchaus bewusst ist.
Beim Darmstädter Musikgespräch setzen sich
die Leiter der drei Darmstädter Musikinstitute, Cord Meijering (Akademie für Tonkunst),
Thomas Schäfer (Internationales Musikinstitut) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut) mit einem Gast zu einem »musikalischen Quartett« zusammen, das ganz unterschiedliche Aspekte des Themas diskutiert. Der Gast des Musikgesprächs
»Musik + Verpackung« ist zugleich Gastgeber, Michael Schneider nämlich, der das Institut für Neue Technische Form (INTEF) leitet, das in diesem Jahr sein 60jähriges Jubiläum feiert.
www.musikgespraeche.de